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Wie ziehe ich mein Baby nachts im Winter richtig an?

Jedes Jahr, wenn der Herbst Einzug hält und die Tage und Nächte langsam kühler werden, beginnt für uns Eltern eine etwas anstrengendere Zeit: Unser Nachwuchs muss mehr anziehen, damit er nicht friert und die meisten Kinder finden das nicht gerade toll. Trotzdem versteht es sich von selbst, dass das Kind beim Spaziergang zu Fuß oder im Kinderwagen wärmer angezogen muss. Auch, wenn Du Dein kleines Baby im Tragetuch vor dem Bauch trägst, braucht es mehr Kleidung als im Sommer. 

Besonders unsicher sind Eltern bei der Frage, was sie ihrem Baby in der kalten Jahreszeit nachts anziehen sollen. Nach den heißen Sommernächten erscheint es uns oft seltsam, das Kind in der Nacht warm einzupacken. Gleichzeitig wissen wir als Eltern auch, dass das Kind beim Schlafen nicht überhitzen darf. Welche Kleidung ist in Winternächten also gut geeignet? Hier habe ich zu diesem Thema ein paar Informationen und Tipps für Dich zusammengestellt. 

 

Baby in Schlafsack

Bei der Auswahl des Schlafsacks solltest Du auf ein TOG-System achten

Auf die richtige Raumtemperatur achten

Grundsätzlich gilt immer: Die Schlafbekleidung des Babys wird nicht nach der Jahreszeit, sondern nach der Raumtemperatur ausgewählt. Es liegt aber in der Natur der Dinge, dass es in vielen Schlafzimmern im Winter deutlich frischer ist als im Sommer. Dementsprechend braucht Dein kleiner Liebling im Herbst und Winter auch etwas mehr Kleidung. Das gilt gerade für Neugeborene, die ihre Körpertemperatur noch nicht so gut halten können. Wenn Du einem kleinen Baby zu wenig anziehst, droht Unterkühlung. 

Genauso ist aber auch eine Überwärmung zu vermeiden. Bitte verzichte darauf, das Kind aus Angst, dass es frieren könnte, allzu warm einzupacken. Dann droht ein Wärmestau, der das Risiko für den plötzlichen Kindstod im ersten Lebensjahr deutlich erhöhen kann. Das A und O für einen erholsamen, gesunden und sicheren Babyschlaf ist also eine gut temperierte Schlafumgebung.

Die ideale Schlaftemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Diese lässt sich im Winter – anders als in den warmen Sommermonaten – durch morgendliches und abendliches Lüften auch ohne Probleme erreichen. Aber Vorsicht: Wenn Du im Winter bei Minusgraden zu lange lüftest, fällt die Temperatur auch mal deutlich unter die 16-Grad-Marke. Das solltest Du vermeiden. Pass Dein Lüftverhalten also an die Jahreszeit an und dreh notfalls die Heizung nochmal ein paar Minuten auf, um die ideale Schlaftemperatur zu erzielen. 

 

Bei der Schlafsack-Wahl aufs TOG-System achten

Bei Babys gilt im Winter genauso wie im Sommer: Geschlafen wird in einem Schlafsack und nicht einfach unter einer Decke. Das ist wichtig, um das Risiko für den plötzlichen Kindstod so gut wie möglich zu reduzieren. Außerdem hat ein Babyschlafsack den Vorteil, dass Dein Baby dort seine Füßchen nicht freistrampeln kann. Er ist zudem atmungsaktiv und sorgt für eine gute Temperaturregulierung. 

Bei der Auswahl eines Schlafsacks für den Winter solltest Du Dich am TOG-System orientieren. Mit TOG gibt man den Wärmewiderstand von Textilien an. Je höher der TOG-Wert ist, desto wärmer hält der Babyschlafsack Dein Kind. Welche TOG-Größe ideal ist, hängt immer von der Raumtemperatur ab:

  • Für warme bis heiße Sommernächte sind Schlafsäcke mit 0.2 bis 0.5 TOG empfehlenswert. Diese sind ein- oder zweilagig und komplett ungefüttert. 
  • Schlafsäcke mit 1.0 TOG verfügen über eine leichte Fütterung. Sie können bei Temperaturen von 18 bis 24 Grad Celsius eingesetzt werden. 
  • Sogenannte Ganzjahresschlafsäcke haben einen TOG-Wert von 2.5 und eignen sich für Raumtemperaturen von 15 bis 21 Grad Celsius. Ein solcher wattierter Schlafsack ist für den Winter gut geeignet. 
  • Falls Du eine Raumtemperatur von weniger als 18 Grad Celsius bevorzugst und Dein Kind schnell friert, kann auch ein Schlafsack mit 3.5 TOG eingesetzt werden. Er ist warm wattiert und mit oder ohne lange Ärmel erhältlich. 

Ich habe meinen Kindern im Winter fast ausschließlich Schlafsäcke mit 2.5 TOG angezogen und die Schlafkleidung dann immer auf die aktuelle Raumtemperatur abgestimmt. 

 

Was trägt das Baby im Winter unterm Schlafsack?

Die Babyschlafsack-Hersteller empfehlen, die Schlafbekleidung an den TOG-Wert des Schlafsacks und die Raumtemperatur anzupassen. Trägt Dein Kind also einen Schlafsack mit 2.5 TOG und die Raumtemperatur liegt bei 18 bis 21 Grad Celsius, kannst Du ihm zusätzlich noch einen Kurzarm- oder Langarmbody anziehen. Bei einer Temperatur von 15 bis 18 Grad Celsius ist es dann empfehlenswert, einen Achselbody und zusätzlich noch einen Schlafanzug anzuziehen. 

Es ist aber nicht so einfach, derart allgemeine Empfehlungen für die Kleidung auszusprechen, da alle Kinder verschieden sind. In den Sommermonaten ist die Frage schnell geklärt: Eine Windel und eventuell zusätzlich ein Kurzarmbody reichen vollkommen, um eine Überhitzung zu vermeiden. Im Winter ist es etwas schwieriger. Manche Kinder frieren dann leichter, andere neigen beim Schlafen trotzdem schnell zum Schwitzen. Viele Babys tragen daher auch im Winter nur kurzärmelige Bodys, andere mögen es kuschelig warm im Babybett und freuen sich über einen langärmligen Schlafanzug. Es ist daher bei jedem Kind wieder eine Herausforderung, die richtige Schlafkleidung im Winter auszuwählen. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass Dein Kind weder schwitzt noch friert, kannst Du auf folgende Anzeichen achten:

  • Warme Füße
  • Warm und trocken (nicht schwitzig) zwischen den Schulterblättern
  • Kühle Hände sind okay, sie sollten aber nicht blau anlaufen
Baby angezogen in seinem Bettchen

Unter dem Schlafsack kannst Du deinem Baby einen Kurz- oder Langarmbody anziehen

Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Baby friert oder es sehr kalte Füße hat, kannst Du nachts auch ein paar Söckchen anziehen. Hast Du eine kleine Frostbeule daheim, empfehlen manche Hebammen, eine Wärmflasche für eine halbe Stunde ins Bettchen zu legen, bevor Dein Baby schlafen geht. Dann ist die Matratze etwas vorgewärmt. Viele Kinder schlafen dadurch besonders gut ein. Zum Schlafen braucht Dein Baby dann aber keine Wärmflasche.

Die Temperatur auch nachts im Auge behalten 

Von großer Bedeutung ist, dass Du die Temperatur auch dann noch im Auge behältst, wenn Du Dein Kind ins Bett gelegt hast. Gerade, wenn das Fenster in der Nacht geöffnet bleibt, kann die Temperatur mit der Zeit noch etwas fallen. Dann ist es ratsam, noch eine Wolldecke über das Kind zu legen. Diese sollte aber nur bis zu den Achseln Deines Babys reichen und unter der Matratze festgesteckt werden. 

Auch, wenn es normal ist, dass kleine Säuglinge nachts noch keinen festen Rhythmus haben: Äußerst unruhige Nächte Deines Babys sind oft das Resultat davon, dass es schwitzt oder friert. Gerade Neugeborene können ihre Körpertemperatur noch nicht gut regulieren und neigen zu häufigem Aufwachen, weil sie schwitzen oder frieren. Prüfe daher zum Beispiel beim nächtlichen Wickeln auch den Nacken Deines Babys. Ist er feucht, solltest Du eine Schicht Kleidung weglassen. Hast Du hingegen das Gefühl, dass Dein Baby friert, musst Du ihm noch etwas anziehen. 

Baby schläft richtig angezogen in der NachtFalls Dein Baby in einem anderen Raum schläft als Du, kannst Du dort die Raumtemperatur ganz unkompliziert mit einem Babyphone mit Temperatursensor überwachen. Dann merkst Du auch nachts sofort, wenn die Temperatur im Kinderzimmer einen bestimmten Wert über- oder unterschreitet und kannst reagieren, indem Du Deinem Kind noch etwas anziehst oder zum Beispiel im Raum lüftest, um die Temperatur wieder anzupassen. 

 

Fazit: Die Schlafkleidung im Winter an die Raumtemperatur anpassen

Alles in allem gilt: Ein Babyschlafsack mit 2.5 TOG ist für die kalten Monate auf jeden Fall empfehlenswert. Die Kleidung, die Dein Kind darin trägt, solltest Du immer an die Raumtemperatur anpassen. Meist muss es kein warmer Strampler sein. Ein Body oder ein dünner Schlafanzug reichen den meisten Kindern vollkommen aus. Nur wenige Babys frieren nachts sehr und benötigen einen speziellen Winterschlafsack mit 3.5 TOG. 

Behalte die Temperatur auch in der Nacht im Blick und verhindere gerade bei jungen Säuglingen eine Überhitzung, da diese das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöht. Viele Eltern neigen dazu, ihr Kind im Winter zu dick einzupacken. Das solltest Du vermeiden. Die wichtigste Grundregel ist dabei, dass sich der Nacken Deines Kindes nie feucht und schwitzig anfühlen sollte, denn dann ist Dein Kind zu warm angezogen. Hat es hingegen kalte Füße oder bläulich verfärbte Hände, dann ist ihm zu kalt und es braucht noch eine weitere Kleidungsschicht oder eine Decke aus Wolle.  

 



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