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Was kostet ein Kind? Eine Frage, die sich alle werdenden Eltern stellen

Zum Alltag von Eltern gehören schlaflose Nächte, Chaos im Wohnzimmer und nervenaufreibende Autoreisen in aller Regel mit dazu. Fragt man Mütter und Väter, welchen Wert ihre Kinder für sie haben, würden dennoch fast alle Eltern ohne zu zögern antworten: unbezahlbar! Für manche junge Paare trifft das Wörtchen „unbezahlbar“ aber auch tatsächlich zu, wenn es um den Kinderwunsch geht, denn sie können sich schlichtweg kein Baby leisten, ohne Schulden zu auf sich zu nehmen. Ein Kind kostet nämlich in der Tat jede Menge Geld. Kaum jemand weiß das besser als ich, schließlich bin ich selbst mit fünf wunderbaren Kindern gesegnet.

Doch welche Kosten muss man von der Geburt bis zur Volljährigkeit – und darüber hinaus – eigentlich wirklich einplanen? Dieser Frage gehe ich in den folgenden Abschnitten meines Ratgebers auf den Grund.

 

Kinderwunsch und Familienplanung – auch eine Frage der Finanzen 

was kostet ein babyDas Strahlen im Gesicht der eigenen Kinder lässt sich nicht mit Geld bezahlen. Das ist ein Fakt. Trotzdem lohnt sich ein Blick in das eigene Haushaltsbuch, wenn man die Anschaffung eines Kindes plant. Schließlich möchten Eltern ihren Kindern später auch etwas bieten können und wollen vermeiden, dass diese auf alles verzichten müssen. 

Aus Erfahrung kann ich sagen: Jedes Kind ist eine Bereicherung, aber eben auch eine finanzielle Belastung. Windeln, Spielzeug, Kleidung, Nahrung, Freizeitaktivitäten, eventuelle Arztkosten – all das kostet Geld und die Statistik zeigt, dass es mit zunehmenden Alter des Kindes leider immer teurer wird.

Das Statistische Bundesamt hat von 2008 bis 2013 die Konsumausgaben berechnet, die Familien für Kinder aufbringen müssen. Es schätzt, dass bis zum 18. Geburtstag eines Kindes fast 148.000 Euro für die Konsum- und Lebensunterhaltungskosten anfallen. Das ist eine ganze Stange Geld, die eben leider nicht jedes Paar aufbringen kann, ohne sich zu verschulden.

 

 

Von der Geburt bis zum Schulkind

Was kostet ein Kind? Bis zum ersten Schultag belaufen sich die Kosten für ein Kind schon einmal auf ungefähr 42.000 Euro. Kein Wunder, denn allein die Erstausstattung ist alles andere als günstig. Für das erste Kind brauchst Du unter anderem:

  • Kinderwagen
  • Babyschale
  • Wiege
  • Babybett 
  • Spielzeug
  • Schnuller 
  • Flaschennahrung 
  • Babyphone 
  • Zahlreiche Kleidungsstücke wie Bodys, Strampler, Jacken und Hosen 
  • Möbelstücke wie Wickelkommode und Kleiderschrank 
  • Gegebenenfalls weitere Extras wie Tragetuch, Schnuller und Stillkissen 
  • Pflegeprodukte und Arzneimittel 
  • Eventuell eine kostenpflichtige Krankenversicherung in der PKV, falls eine kostenfreie Familienversicherung in der GKV nicht möglich ist 

Kleinkind steht im BettDas sind Investitionen, die Du nicht unterschätzen solltest. Sicher gibt es hier Sparpotenzial: Schläft Dein Baby beispielsweise bei Dir im Familienbett, brauchst Du kein eigenes Bettchen. Wenn Du stillst, halten sich die Kosten für die Verpflegung Deines Babys zumindest in den ersten sechs Monaten im Rahmen, aber spätestens dann benötigt es zusätzliche Nahrung in Form von Babybrei oder Fingerfood. 

Wird aus Deinem Baby nach dem ersten Geburtstag schließlich ein Kleinkind und beide Elternteile wollen wieder arbeiten gehen, benötigst Du auch eine Kinderbetreuung, die ebenfalls Geld kostet. Gerade dieser Punkt ist sehr individuell, denn das Angebot an Kitas und Kindergärten variiert von Stadt zu Stadt deutlich, sodass auch die Kosten oftmals einige Hundert Euro voneinander abweichen. 

Alles in allem sind die Kosten, die in den ersten sechs Lebensjahren eines Kindes entstehen, noch relativ niedrig. Die Statistik aus dem Jahr 2013 besagt, dass Eltern im Schnitt 587 Euro pro Monat für ein Einzelkind ausgeben. Das entspricht knapp 20 Prozent des gesamten Haushaltsnettoeinkommens. Für die Studie wurde dabei das durchschnittliche Nettoeinkommen von Paaren herangezogen, das in den ersten sechs Jahren nach der Entbindung bei 2600 Euro monatlich liegt. Für diese Studie hat das Statistische Bundesamt allerdings lediglich 37 Euro im Monat für die Kinderbetreuung veranschlagt. Ob Du mit diesen Kosten hinkommst, hängt also maßgeblich davon ab, wie teuer die Kita bei Dir in der Region ist.

 

Vom Schulkindalter bis zum Teenager 

Wie die Analyse aus dem Jahr 2013 zeigt, mussten Eltern nach der Einschulung ihres Kindes noch tiefer in die Tasche greifen. Im Alter von sechs bis zwölf Jahren kosten Kinder im Schnitt 686 Euro im Monat. Dazu gehören vor allem folgende Kostenpunkte:

  • 163 Euro für Einrichtung und Wohnung
  • 113 Euro für Nahrung
  • 112 Euro für Spielzeug, Schreibwaren, Bücher und Urlaub

Je älter ein Kind wird, desto mehr steigen natürlich auch seine Ansprüche an das Spielzeug. Oftmals wird Unterhaltungselektronik angeschafft: Die erste Spielkonsole, das erste Tablet und das erste Smartphone stehen nun auf dem Plan. Auch der Wille, modisch gekleidet zu sein, nimmt bei Jungen und Mädchen in diesem Alter gleichermaßen zu. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Teuer wird es bei Schulkindern auch durch Klassenfahrten, Taschengeld und etwaige Betreuungskosten für den Hort.

 

Von der Pubertät bis zur Volljährigkeit sind Kinder besonders teuer 

Als wäre die Pubertät für Eltern und ihre halbwüchsigen Kinder nicht aus emotionalen Gründen schon besonders schwer, zeigt ein Blick in die Statistik auch noch, dass Teenager nach dem zwölften Geburtstag nun besonders teuer sind. Im Schnitt zahlen Eltern ab diesem Zeitpunkt 700 Euro im Monat für ihren Nachwuchs. 

Der wichtigste Grund dafür: Spätestens jetzt sind die Kids mit einem Kinderteller nicht mehr zufrieden. In der Pubertät haben viele Teenies ständig Hunger und das ist auch normal, denn sie brauchen viel Essen, um zu wachsen. Der erhöhte Bedarf an Essen geht natürlich ordentlich ins Geld, denn gerade hochwertige und gesunde Nahrungsmittel sind oft teuer. Dadurch, dass die Kinder nun noch einmal ordentlich in die Höhe schießen, musst Du ihnen ständig neue Kleidung schenken. Allein dieser Posten beläuft sich auf 55 Euro im Monat. 

Weitere Ausgaben in diesem Alter, die Du nicht unterschätzen solltest: 

  • Taschengeld
  • Ausgaben für Smartphone
  • Führerschein für Moped, Roller und/oder Auto 

Der Urlaub wird nun auch teurer, denn ab einem Alter von 12 Jahren gibt es bei den meisten Reisen keinerlei Rabatte mehr für die Teenager.

 

Nach der Volljährigkeit geht es noch weiter

Wenn Du glaubst, dass Du aus dem Schneider bist, sobald Dein Kind volljährig ist, muss ich Dich leider enttäuschen, denn in den meisten Fällen klappt das nicht. Dein Kind ist nun zwar erwachsen, steht aber in aller Regel noch nicht finanziell auf eigenen Beinen. Es entscheidet sich entweder für ein Studium oder für eine Ausbildung. Nichts von beiden lässt sich von den jungen Erwachsenen ohne Probleme alleine finanzieren.

Oftmals sind die jungen Leute daher noch ein paar Jahre nach dem Schulabschluss in finanzieller Hinsicht abhängig von ihrem Elternhaus. Das Deutsche Studentenwerk schätzt, dass Studierende im Monat ungefähr 819 Euro ausgeben. Ein Bachelor-Studium, das in der Regelstudienzeit abgeschlossen wird, kostet daher ungefähr 30.000 Euro. Ich empfehle Dir allein aus diesem Grund, frühzeitig daran zu denken, Geld für Dein Kind zurückzulegen, damit Du ihm nach dem Schulabschluss unter die Arme greifen kannst.

 

Kind schläft in einer HängematteFinanzielle Unterstützung – Wie viel verdienen Eltern zusätzlich?

Du bist mitten in der Familienplanung und hast jetzt Angst bekommen, all die anfallenden Kosten nicht stemmen zu können? Keine Panik! Natürlich kostet ein Kind viel Geld, aber als Ausgleich erhältst Du vom Staat auch eine gute finanzielle Unterstützung. Neben dem Mutterschaftsgeld und dem Elterngeld, das Deinen eventuellen Verdienstausfall für die Betreuung Deines Kindes kompensieren soll, gibt es noch weitere Zuschüsse und Entlastungen, von denen Du profitieren kannst.

In Abhängigkeit Deines Einkommens steht Dir entweder Kindergeld zu oder Du kannst bei der Steuererklärung einen Kinderfreibetrag absetzen. Das Finanzamt prüft für Dich, welche Leistung sich für Eltern in finanzieller Hinsicht mehr lohnt. Aktuell kann ein Ehepaar, das gemeinsam mehr als 63.500 Euro jährlich verdient, einen Kinderfreibetrag von 7.800 Euro geltend machen. So wären Steuerrückzahlungen von etwa 2500 Euro pro Jahr möglich. Verdient man gemeinsam weniger als 50.000 Euro, so erhält man monatlich Kindergeld. Dies beläuft sich aktuell (Stand: September 2020) auf 204 Euro im Monat bei den ersten beiden Kindern. Das sind also insgesamt ebenfalls fast 2500 Euro im Jahr. 

Geringverdiener können darüber hinaus noch einen Kinderzuschlag von 195 Euro zusätzlich erhalten. Darüber hinaus gibt es noch weitere Entlastungsbeträge für Alleinerziehende und Geringverdiener wie etwa Wohngeld. Später ist es auch möglich, Ausbildungsfreibeträge zu beantragen. Zudem lassen sich Unterhaltszahlungen, Kita-Gebühren und Schulgeld zum Teil oder auch komplett von der Steuer absetzen. Ein niedriges Einkommen muss dem Kinderwunsch also nicht unbedingt entgegenstehen.

 

Fazit: Kinder sind teuer – aber trotzdem unbezahlbar  

Was ein Kind kostet kannst Du im durchschnitt mit monatlichen Kosten von 685 Euro von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr beantworten. Das sind hochgerechnet etwa 148.000 Euro pro Kind. Die Kosten nehmen dabei mit jedem Jahr, das Dein Kind älter wird, ein bisschen zu. Die Baby- und Kleinkindzeit ist also noch vergleichsweise günstig. 

Fest steht aber auch: Das erste Kind ist am teuersten. Bei weiteren Kindern im Haushalt sinken die durchschnittlichen Kosten im Monat, was einfach daran liegt, dass Du nicht jedes Mal eine neue Erstausstattung, neue Kleidung und neues Spielzeug kaufen musst. Viele Dinge können von den Geschwistern übernommen und geteilt werden. Darüber hinaus kannst Du in größeren Mengen einkaufen und kochen, was den Preis ebenfalls senkt. 

Hast Du Angst, dass Du früher oder später nicht mehr genug Geld für Deine Kinder hast, dann solltest Du rechtzeitig an die finanzielle Vorsorge denken. Das empfiehlt auch die Verbraucherzentrale. Es ist relativ einfach, für Deinen Nachwuchs sinnvoll Geld anzulegen und aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass es sehr beruhigend ist, so ein finanzielles Polster für die eigenen Kinder zu haben.

Dieser Artikel war nun von viel Rechnerei und allerhand Zahlen geprägt. Bei all dem Rechnen solltest Du nicht vergessen, dass ein eigenes Kind das größte Geschenk ist, das Du besitzen kannst. Kinder mögen teuer sein, aber mit ihren strahlenden Augen und dem breiten Grinsen geben sie Dir etwas zurück, das einfach unbezahlbar ist: viel Liebe und Glück. All die Ausgaben und Sorgen, die mit eigenen Kindern verbunden sind, lassen sich durch den Zusammenhalt und die Familie aufwiegen. 

Baby in Babyschale


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