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Wann soll mein Baby ins Bett? Die richtige Schlafenszeit für Säuglinge 

Das Thema Schlaf beim Baby kostet viele junge Eltern etliche Nerven. Ich weiß aus Erfahrung, dass es hierzu einfach so viele Unsicherheiten gibt: Was ist die perfekte Schlafumgebung? Soll das Baby im Elternbett, im eigenen Babybett, im Beistellbett oder in der Wiege schlafen? Und wie lässt sich das Risiko für den plötzlichen Kindstod reduzieren? Wann soll mein Baby ins Bett? All das sind Fragen, die wirklich alle Eltern bewegen. Und das zu Recht, schließlich wollen wir Eltern, dass unsere Babys eine gute Schlafqualität haben. Sie ist wichtig für die spätere Entwicklung und auch für gute Laune am nächsten Tag. 

Ein wichtiger Punkt beim Thema Babyschlaf ist die Frage, wann eigentlich der perfekte Zeitpunkt ist, um das Kind abends ins Bett zu bringen. Wenn Du Dich einmal mit anderen Eltern über diese Frage austauschst, wirst Du schnell merken, dass die Meinungen hier weit auseinander gehen. Manche Eltern legen ihre Kinder schon um 18 Uhr ins Bett, andere Säuglinge schlafen erst gegen 20.30 Uhr ein. Was ist nun richtig und was falsch? In diesem Ratgeber befasse ich mich ausgiebig mit der optimalen Bettgehzeit bei Babys und Kleinkindern, um Dir in diesem Punkt die Unsicherheit zu nehmen. 

Baby schläft in seinem Bett

Oftmals muss die optimale Bettgehzeit für Dein Baby individuell bestimmt werden

 

Schlafbedarf: Wie viel Schlaf braucht Dein Säugling? 

Wie hoch der Schlafbedarf Deines Babys ist, hängt in erster Linie von seiner Persönlichkeit und natürlich von seinem Alter ab. Neugeborene verschlafen noch fast den kompletten Tag. Mit zunehmenden Alter nimmt der Schlafbedarf aber ab und liegt im Alter von zwei Jahren nur noch bei etwa 12 bis 14 Stunden. 

Tatsächlich ist der Schlafrhythmus von Kindern aber sehr verschieden. Manche kommen mit zwei Stunden weniger Schlaf aus als Gleichaltrige, ohne dabei unter Schlafmangel zu leiden. Daher gilt: Beobachte Dein Kind. Wirkt es während der Wachphasen häufig müde, reibt sich die Augen und ist schnell gereizt? Dann sollte es vielleicht mehr schlafen. Ist es hingegen ausgeglichen und zufrieden, scheint sein Schlafbedarf auch dann erfüllt zu sein, wenn es weniger schläft als der Durchschnitt. 

 

Bettgehzeit: Wann ist der richtige Zeitpunkt? 

Du kannst es Dir sicherlich schon denken: Da jedes Kind anders ist und einen individuellen Schlafbedarf hat, gibt es auch keine allgemeingültige Empfehlung für die perfekte Schlafenszeit. Zu stark spielen hier der Tagesablauf in Deiner kleinen Familie und die Veranlagung Deines Kindes eine wichtige Rolle. Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, dass der Melatonin-Spiegel im Blut von Kindern zu einem konkreten Zeitpunkt am höchsten ist. Das Hormon Melatonin signalisiert ihrem Körper, dass es jetzt Zeit zum Schlafen ist. Legst Du Dein Baby dann innerhalb von 30 Minuten hin, wird es auch leicht einschlafen. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass manche Babys eine Einschlafhilfe benötigen. Insgesamt hängt die optimale Schlafenszeit von drei Faktoren ab:

  • Alter Deines Kindes beziehungsweise etwaiger Schlafbedarf in Stunden
  • Schlaftyp Deines Babys: Ist es eine Nachteule oder ein Frühaufsteher?
  • Die Routine in Deiner Familie: Wie lange dauert euer Abendritual, wann steht ihr morgens auf und wann steht der Mittagsschlaf an?

Das heißt also: Wenn ein Baby morgens bereits um 6.30 Uhr die Äuglein öffnet, sollte es auch abends 18.00 bis 18.30 hingelegt werden. Schläft Dein Säugling hingegen bis um acht, dann ist es kein Problem, wenn er erst 19.30 bis 20.30 abends seine Augen zumacht. 

 

Tipps für Babys Schlafgehzeit

Da die empfohlene Schlafenszeit bei Babys stark vom jeweiligen Alter abhängt, habe ich in den nächsten Abschnitten noch einmal ein paar Tipps nach Alter gestaffelt für Dich zusammengestellt. 

Ab Geburt bis etwa 3 Monate

Baby liegt im Bett und schläft

Neugeborne schlafen oft den ganzen Tag

Neugeborene schlafen oft beinahe den ganzen Tag. Ihr Schlafbedarf liegt bei etwa 17 Stunden täglich. Auch nachts benötigen viele Säuglinge in diesem Alter noch Nahrung. Es ist normal, wenn Dein kleiner Schatz sich im Schlafsack nachts unruhig hin und her wälzt. Fast alle Babys weinen und schreien in dieser Zeit nachts häufig, weil die Windel voll ist oder sie gestillt werden möchten, sodass es normal ist, wenn Du keine ungestörte Nachtruhe hast und erst einmal häufig unter Müdigkeit leidest. Die Fähigkeit, allein einzuschlafen und durchzuschlafen fehlt Kindern in diesem Alter in der Regel noch. Das lernt das Baby aber mit der Zeit. Es handelt sich hierbei also nicht um Schlafprobleme. Sorge dafür, dass Dein Baby eine sichere und optimale Schlafumgebung genießen kann: Achte auf eine angenehme Raumtemperatur und lass es auf dem Rücken und nicht auf dem Bauch schlafen. 

In diesem Alter ist es wichtig, Deinem Kind dabei zu helfen, dass es schon ein gutes Gefühl für Tag und Nacht bekommt. Wacht Dein Baby also nachts auf, dann füttere und wickle es mit möglichst wenig Licht und sprich nur ganz leise mit ihm. Am Tag darf dann alles aktiver gestaltet werden. So kann Dein Liebling schon bald einen festen Schlafrhythmus entwickeln und wacht nachts seltener auf. Üblicherweise halten Neugeborene bis zu einem Alter von drei Monaten vier bis sechs Nickerchen am Tag. Die Bettgehzeit kann in diesem Alter sehr variieren und je nachdem, wann Dein Baby morgens aufwacht, zwischen 19 und 21.30 Uhr liegen. Es kann auch sein, dass Dein Baby manchmal schon 19 Uhr und am nächsten Tag erst 21 Uhr schläft. Das ist in diesem Alter ganz normal.

Vom vierten bis zum sechsten Lebensmonat

In dieser Zeit entwickelt sich bei Deinem Baby langsam ein regelmäßiger Schlafrhythmus. Es schläft am Tag seltener und dafür länger am Stück. Mittlerweile hat es auch schon gelernt, dass es in der Nacht am längsten schlafen sollte, sodass es am Tag nur noch ungefähr drei bis vier Schläfchen braucht. Diese dauern insgesamt zwischen vier und sechs Stunden. In der Regel liegt der Schlafbedarf bei Babys in diesem Alter noch zwischen 13 und 15 Stunden täglich.

Langsam ist es auch einfacher, Deinem Kind eine regelmäßige Bettgehzeit anzugewöhnen. Achte darauf, dass das letzte Schläfchen am Nachmittag nicht zu spät ist, damit Dein Säugling abends auch wieder müde ist und gut einschlafen kann. Andernfalls verschiebt sich die Schlafenszeit nach hinten, denn Dein Kind muss immer eine gewisse Zeit wach sein, um wieder genügend Schlafdruck aufzubauen. Eine gute Bettgehzeit in diesem Alter liegt zwischen 18.30 und 20 Uhr. 

Bis zum ersten Geburtstag

Im zweiten Halbjahr des ersten Lebensjahrs sinkt der Schlafbedarf bei den meisten Babys noch einmal um etwa eine Stunde. Der Nachtschlaf sollte nun zwischen 10 und 12 Stunden andauern. Tagsüber haben die meisten Babys nun nur noch ein bis zwei Schlafphasen, die jeweils eine bis anderthalb Stunden dauern. Manche Kinder schlafen zu dieser Zeit schon in ihrem eigenen Bettchen, andere noch bei ihren Eltern, einige schlafen durch, während andere nachts noch oft aufwachen – all das ist okay und hängt vom Charakter Deines Babys ab. Mahlzeiten benötigen Babys nun nachts meist nicht mehr. 

Manchmal wachen Babys in diesem Alter nachts aber auch häufig auf, weil sie tagsüber nicht genug geschlafen haben oder abends zu spät ins Bett gegangen sind. Du kannst tagsüber und auch nachts relativ feste Zeiten einführen, um den Tag zu strukturieren und für einen festen Schlafrhythmus bei Deinem Liebling zu sorgen. Probiere am Anfang verschiedene Zeiten für den Tagesschlaf und den Nachtschlaf aus und überprüfe, wie sich der neue Rhythmus auf die Einschlafdauer, das Aufwachen in der Nacht und die Stimmung am nächsten Tag auswirkt. Wenn das alles nichts bringt, dauert es wahrscheinlich einfach noch ein paar Monate, bis Dein Baby durchschlafen kann. 

 

Baby schläftImmer lange wach: Schläft Dein Säugling zu spät ein?

Manchen Eltern gelingt es einfach nicht, ihr Baby vor 21 oder gar 22 Uhr ins Bett zu bekommen. Egal, wie sehr sie es versuchen, der Säugling wehrt sich gegen den Schlaf und spielt, tobt oder schreit lieber, als seine Augen zu schließen. Während einige Kinder mit den späten Schlafzeiten gut zurechtkommen und trotzdem tagsüber fröhlich und ausgeruht wirken, zeigen andere dann deutliche Anzeichen für Schlafentzug: Sie sind übermüdet, gereizt, abgeschlagen und schlecht gelaunt.

Bleibt das auf Dauer so, resultieren daraus unter Umständen eine verringerte Leistungsfähigkeit, Konzentrationsprobleme und Gedeihstörungen. Daher rate ich Eltern in diesem Fall, mit ihrem Kinderarzt zu sprechen, um gemeinsam eine Lösung für die Schlafprobleme ihrer Kinder zu finden und auch organische Ursachen für die Einschlafstörungen auszuschließen oder zu diagnostizieren und gegebenenfalls zu behandeln. 

 

Feste Schlafroutinen helfen beim Einschlafen

Grundsätzlich gilt: Ein festes Einschlafritual ist äußerst hilfreich, wenn es darum geht, Deinem Kind ein gesundes Schlafverhalten anzugewöhnen. Deine Rituale kannst Du ganz nach Belieben gestalten: Signalisiere Deinem Kind beispielsweise durchs abendliche Zähneputzen und das Anziehen des Schlafanzugs, dass nun Schlafenszeit ist. Natürlich sind auch ausgedehntere Einschlafrituale möglich. Viele Eltern halten es bei ihren Kindern zum Beispiel gerne wie folgt (oder so ähnlich):

  • Badewanne oder Dusche
  • Eincremen
  • Zähne putzen
  • Schlafanzug anziehen
  • Schlafsack anziehen
  • Buch anschauen oder lesen
  • Einschlafgeschichte vorlesen
  • Licht aus
  • Kuscheln bis zum Einschlafen 

Wichtig ist nur, dass es sich um feste Schlafgewohnheiten handelt, damit sich das Kind auf den Schlaf einstellen kann. Außerdem wissen Schlafforscher, dass solche Rituale dabei helfen, die Erlebnisse des Tages im Schlaf zu verarbeiten und darüber hinaus zu einer guten Hirnreifung in der Nacht beitragen. 

 

Säugling schläftWann sollten Kleinkinder zum Schlafen ins Bett?

Wenn Dein Baby seinen ersten Geburtstag gefeiert hat und nun ein Kleinkind ist, heißt das noch lange nicht, dass der Schlaf nun überhaupt kein Problem mehr darstellt und Dein kleiner Schatz sofort selbstständig ein- und durchschlafen kann. Im Gegenteil: Auch jetzt verändert sich das Schlafverhalten Deines Kindes noch häufig, was sich auch auf die ideale Bettgehzeit auswirkt. 

Im Alter von 12 bis 15 Monaten sollten Kleinkinder zwischen 12 und 14 Stunden schlafen. Sie schaffen nun Wachphasen von drei bis vier Stunden und sollten zwischen 18 und 20 Uhr ins Bett gehen. Gerade, wenn Dein Kind von zwei Tagesschläfchen auf einen Mittagsschlaf umstellt, macht es Sinn, die abendliche Schlafenszeit etwas vorzuziehen. 

Ist Dein Kind zwischen 1,5 und drei Jahren alt, schläft es ebenfalls noch circa 12 bis 14 Stunden täglich. Es kann bis zu fünf Stunden am Stück wach bleiben und sollte zwischen 18 und 20 Uhr in den Federn liegen, wobei eine Bettgehzeit von 19 Uhr für die meisten Zweijährigen ideal ist. 

Mit drei bis fünf Jahren sinkt der Schlafbedarf auf 11 bis 13 Stunden. Viele Kinder machen nun keinen Mittagsschlaf mehr, sodass eine frühere Bettzeit anzustreben ist. Außerdem solltest Du Deinem Kind tagsüber bewusst Ruhezeiten gönnen. 

 

Fazit: Die Schlafenszeit an Dein Kind anpassen

Du siehst also: Eine pauschal richtige Einschlafzeit für Kinder gibt es nicht. Sie hängt von vielen Aspekten wie dem Alter, der Veranlagung und der Tagesstruktur ab. Wenn Dein Kind morgens ausgeruht ist und tagsüber zufrieden und ausgeglichen wirkt, ist die Einschlafzeit höchstwahrscheinlich bereits perfekt und Du musst in dieser Hinsicht nichts ändern und Dir auch keine Sorgen machen.

Anders verhält es sich, wenn Du das Gefühl hast, Dein Kind sei am Tag oft gereizt und müde. Dann kann es nämlich sein, dass der Nachtschlaf zu kurz ausfällt oder zu spät anfängt. Probiere in diesem Fall ruhig einmal eine frühere Bettgehzeit aus. Auch, wenn Dein Säugling abends eine sehr lange Einschlafbegleitung benötigt, macht es Sinn, die Schlafenszeit nach vorn zu ziehen oder nach hinten zu schieben.



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