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Ein geeigneter Schlafplatz für Dein Baby

Das Thema Schlaf bei Säuglingen bewegt viele werdende und frischgebackene Eltern sehr. Alle Mamas und Papas stellen sich dabei früher oder später die Frage, wo das Baby schlafen soll und wie die perfekte Schlafumgebung für das neue Familienmitglied aussieht. Soll das Baby im eigenen Bettchen schlafen? Oder doch im Elternbett?

Ich kann schonmal vorwegnehmen, dass es auf diese Fragen keine pauschale Antwort gibt. Der ideale Schlafort für Babys und Kleinkinder ist so individuell wie Deine Familie und Deine Wohnsituation. Ich stelle Dir in diesem Artikel aber die möglichen Schlafplätze für Dein Baby mitsamt den jeweiligen Vor- und Nachteilen vor, damit es Dir leichter fällt, den für Dich und Dein Kind richtigen Ort zum Schlafen auszuwählen.

Baby schläft

Ein geeigneter Schlafplatz für Dein Baby

Grundsätzliches für einen sicheren Babyschlaf

Zunächst möchte ich Dir ein paar grundsätzliche Hinweise mit auf den Weg geben, die für einen gesunden und sicheren Schlaf Deines Babys wichtig sind. Ganz egal, ob Dein Baby bei Dir im Bett oder in seinem eigenen Zimmer schläft, achte auf die folgenden Punkte, um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu minimieren:

  • Wähle eine feste Matratze, in die Dein Kind nicht einsinken kann
  • Verzichte auf ein Kopfkissen, eine Bettdecke, ein Nestchen und Kuscheltiere im Babybett, denn das sind bekannte Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod
  • Lass Dein Baby stattdessen in einem zur Raumtemperatur passenden Schlafsack schlafen
  • Packe Dein Baby nachts nicht zu warm ein, denn die Temperaturregulierung funktioniert am Anfang noch nicht so gut, sodass eine Überwärmung droht
  • Lege Dein Baby wie vom Kinderarzt empfohlen nachts immer in Rückenlage und nicht in Bauchlage zum Schlafen hin 
  • Achte darauf, dass eine gute Luftzirkulation im Bett möglich ist, aber vermeide Zugluft

Wenn Du diese Tipps beherzigst, kann Dein kleiner Liebling sicher und geborgen schlafen. Welcher Schlafplatz sich für den Nachtschlaf nun am besten eignet, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

 

Ein Schlafplatz im Zimmer der Eltern 

Die meisten Eltern lassen ihr Neugeborenes erst einmal im Elternschlafzimmer schlafen. Das hat einfach viele Vorteile: Du hörst die Atemgeräusche Deines Babys, kannst es nachts schnell beruhigen, wenn es wach wird, was einem zu großen Schlafmangel entgegenwirkt, und auch rasch mal die Windel wechseln, ohne erst durch die ganze Wohnung laufen zu müssen. 

Meist schlafen nach dem nächtlichen Aufwachen alle Beteiligten schneller wieder ein, wenn das Kind im Elternschlafzimmer schläft. Du hörst sofort, wenn Dein kleiner Schatz Dich braucht und kannst reagieren. Ganz auf die Anschaffung eines Babyphones solltest Du aber dennoch nicht verzichten, denn Dein Baby hat gerade am Anfang noch viel längere Schlafzeiten als Du. Damit Du Dein Baby abends im Elternschlafzimmer hinlegen und dann noch mal den Raum verlassen kannst, um TV zu schauen oder den Haushalt zu erledigen, ist also ein Video-Babyphone oder zumindest ein Audio-Babyphone auf jeden Fall sinnvoll. Wann die richtige Schlafenszeit für Deinen Baby ist hängt ebenso von vielen Faktoren ab.

Falls Du Dich dafür entscheidest, Dein Baby bei Dir im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen, hast Du noch einmal drei unterschiedliche Varianten zur Auswahl: 

Möglichkeit 1: Im eigenen Bett

Baby schläft im eigenen Bett

Baby im eigenen Bett

Die erste Möglichkeit besteht darin, Dein Baby in sein eigenes Bett zu legen, welches Du eben zu euch ins Schlafzimmer stellst. Kann Dein Neugeborenes gut und alleine einschlafen und hat auch sonst ein unkompliziertes Schlafverhalten – sprich: es schläft viele Stunden am Stück durch –, ist diese Lösung sicher sehr unkompliziert. Dein Baby kann Dich hören und sehen, wenn es wach wird. Es hat viel Platz und kann nicht aus dem Bett fallen, wenn es mobiler wird. Hat das Baby von Anfang an im eigenen Bett geschlafen, fällt ihm dann auch meist die Umstellung leichter, wenn es später in sein eigenes Zimmer umziehen soll. 

Natürlich hat diese Option auch Nachteile: Wenn Dein Baby wach wird, musst Du dennoch aufstehen, um es herauszuheben und zu stillen oder zu füttern und zu trösten. Zudem sind viele Neugeborene sehr anhänglich und brauchen direkten Körperkontakt zu Mama oder Papa, um gut schlafen zu können. Darüber hinaus braucht so ein zusätzliches Bett im Schlafzimmer auch ausreichend Platz. Hier findest Du einige Lösungsansätze für ein faires nächtliches Aufstehen.

Möglichkeit 2: Im Beistellbett

Für viele Eltern ist das Beistellbett der perfekte Kompromiss zwischen dem Schlafen im eigenen Bett und einem Schlafplatz im Familienbett. Das Kind liegt zwar in seinem Bettchen, hat aber dennoch bei Bedarf Körperkontakt zu seiner Mama. Gerade für stillende Mamas ist ein Beistellbett sehr gut geeignet, weil sie dann nicht erst aufstehen muss, sondern das Kleine einfach im Halbschlaf anlegen kann. Meist passt das Baby seinen Rhythmus der Schlaf- und Wachphasen dann automatisch an die der Mutter an. Auch im Beistellbett hat das Baby viel Platz, kann nicht herausfallen und fühlt sich dank der Nähe zu Mama und Papa sehr sicher.

Doch auch ein Beistellbett ist nicht immer die optimale Lösung: Manche Kinder können darin nicht einschlafen, weil sie nicht dicht genug bei ihren Eltern sind. Andere werden durch die Bewegungen ihrer Eltern sogar häufiger wach, als das in einem eigenen Bett der Fall wäre. Dazu kommt noch, dass auch für ein Beistellbett einfach nicht in jedem Schlafzimmer genügend Platz ist. 

Möglichkeit 3: Im Elternbett 

Baby schläft bei den Eltern

Das Baby kann auch im Elternbett schlafen

Ein Schlafplatz, der sich einer zunehmenden Beliebtheit erfreut, ist das Elternbett. Im Familienbett passiert es oft, dass sich der Schlafrhythmus des Babys an den der Mama anpasst, sodass Schlafphasen und Wachphasen miteinander harmonieren. Das beugt Schlafmangel vor. Der unmittelbare Körperkontakt zu den Eltern spendet vielen Babys gerade im ersten Lebensjahr Trost, sodass sie im Familienbett besonders gut schlafen können. Wissenschaftler gehen auch davon aus, dass die Atemgeräusche der Eltern dazu beitragen, Atemaussetzer beim Kind zu verhindern. Gerade, wenn Dein Baby Schlafprobleme und/oder ein starkes Bedürfnis nach Nähe hat, kann das Familienbett für euch der ideale Schlafplatz sein. 

Kritikpunkte gibt es aber auch bei dieser Schlaflösung: Es ist von großer Bedeutung, dass Du auf eine hohe Sicherheit achtest. Ein Rausfallschutz ist das A und O. Zudem musst Du sicherstellen, dass Dein Kind nachts nicht unter Deine Bettdecke oder Dein Kissen geraten kann, denn dann droht Erstickungsgefahr. Wenn das Baby im Familienbett schläft, sollten die Eltern keinen Alkohol trinken und nicht rauchen. Ein weiterer Minuspunkt besteht darin, dass die Eltern wenig Platz im Bett haben und deshalb möglicherweise schlechter schlafen und unter Schlafmangel leiden. Außerdem kann es vorkommen, dass unruhige Schläfer das Baby wecken oder umgekehrt: Auch ein unruhig schlafendes Baby kann dazu führen, dass Mama oder Papa in der Nacht häufiger aufwacht.

 

Ein Schlafplatz im eigenen Zimmer

Viele Eltern glauben, dass ihr Baby erst durchschlafen wird, wenn es einen Schlafplatz im eigenen Zimmer bekommt. Das ist so aber nicht unbedingt korrekt: Viele Säuglinge schlafen früher oder später auch im Elternschlafzimmer durch. Wann ein Baby in der Lage ist, nachts durchzuschlafen, ist einfach von Kind zu Kind individuell und hängt gar nicht so stark vom Schlafplatz ab.

Ich persönlich empfehle, das Baby erst ab dem 13. Lebensmonat in sein eigenes Zimmer auszuquartieren. Der Grund dafür ist einfach, dass Babys unter einem Jahr im Elternschlafzimmer auch in Bezug auf den plötzlichen Kindstod am sichersten schlafen. Außerdem ist diese Lösung recht unpraktisch, wenn Dein Baby nachts häufig aufwacht, weil Du dann jedes Mal aufstehen musst, um es zu füttern, zu stillen und zu beruhigen. Viele kleinere Babys können auch einfach nicht gut allein und ohne die Nähe ihrer Eltern schlafen.

Falls Du Dich dafür entscheidest, dass Dein Kind im eigenen Zimmer schlafen soll, brauchst Du natürlich auf jeden Fall ein Babyphone, damit Du das Schreien oder Weinen Deines Kindes hörst und schnell reagieren kannst. 

 

Und wo schläft das Baby tagsüber?

Der Schlafbedarf bei Babys ist sehr hoch, sodass sie je nach Alter mehrere Tagschläfchen benötigen und noch bis ins Kleinkindalter hinein zumindest einen Mittagsschlaf halten. Grundsätzlich kannst Du den nächtlichen Schlafplatz Deines Babys natürlich auch für den Tag nutzen. Um den Schlaf zu überwachen, nutzt Du einfach ein Babyphone, um sofort informiert zu werden, wenn Dein Liebling unruhig wird und Dich braucht. 

Meist ist es aber so, dass es für Eltern besser in den Tagesablauf passt, wenn das Neugeborene zum Schlafen bei ihnen in der Nähe ist. Gerade, wenn es schon größere Kinder gibt, stehen am Tag auch Ausflüge und Unternehmungen an, in die das kleinste Familienmitglied integriert wird. Oftmals schlafen die kleinsten Familienmitglieder tagsüber daher an folgenden Orten:

  • Stubenwagen
  • Wiege
  • Federwiege
  • Trage oder Tragetuch 
  • Kinderwagen 
  • Auto 

Meist fällt es den Kleinsten tagsüber sogar leichter einzuschlafen, weil sie dann wissen, dass sie in der Nähe ihrer Eltern sind. Die meisten Babys können ohne Probleme im Auto oder Kinderwagen schlafen. Manche Säuglinge haben aber Einschlafprobleme. In diesem Fall kannst Du über die Anschaffung einer Federwiege oder eines Tragetuchs nachdenken, um euch allen den Alltag zu erleichtern.

Baby im Kinderwagen

Baby im Kinderwagen

Übrigens: Für die Tagschläfchen musst Du als Schlafposition nicht unbedingt die Rückenlage wählen. Wenn Dein Kind gerne auf dem Bauch liegend schläft, ist das am Tag kein Problem, weil Du ja sofort mitbekommst, wenn etwas nicht stimmt. 

Grundsätzlich würde ich Dir empfehlen, Deinem Kind von Anfang an anzugewöhnen, dass es wenigstens ein Schläfchen am Tag – am besten den Mittagsschlaf – auch dort macht, wo es nachts schläft. Auf diese Weise minimierst Du das Risiko dafür, dass Dein Kind aus Gewohnheit bis ins zweite Lebensjahr hinein nur im Kinderwagen oder in der Trage schlafen kann. 

 

Fazit: Jede Familie entscheidet über den perfekten Schlafplatz fürs Baby selbst

Wie eingangs schon erwähnt, kann ich keine allgemeingültige Empfehlung für die Frage „Wo soll das Baby schlafen?“ aussprechen. Jede Familie sollte selbst und individuell entscheiden, welcher Schlafplatz sich am besten für das Baby eignet.

Im Endeffekt ist nur eins wichtig: Alle Beteiligten sollten eine angenehme Nachtruhe haben, sodass Du eine Schlaflösung wählen solltest, die für Baby, Mama und Papa am bequemsten und erholsamsten ist. Ob das nun im Elternschlafzimmer im eigenen Bettchen, im Beistellbett, im Familienbett oder eben im eigenen Zimmer ist, entscheidet nur ihr. 



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